Präventionsaktion Dezember 2003

Große Gefahren für Kinder als Beifahrer und auf dem Fahrrad


Rödental - “Ohne Gurt - der Tod fährt mit” - drastisch bewies der 2. Vorsitzende der Landesverkehrswacht Bayern, Günter Fuchs, die Folgen von unsachgemäßem oder überhaupt fehlendem Anschnallen von Kindern im Auto. Prävention mittels der Multiplikatoren, den Erzieherinnen in den Kindergärten des Landkreises, das war das Thema und Ziel einer Veranstaltung, die die 2. Vorsitzende und Elementarbeauftragte der Kreisverkehrswacht Coburg, Monika Franz, im Feuerwehrgerätehaus Rödental eröffnete. Nur zu 21 Prozent im Auto gesichert Kinder als Mitfahrer seien nach den gegenwärtigen Verhältnissen nur zu 21 Prozent in den Pkws richtig gesichert. Fuchs wies in seinem Vortrag auf die Missstände hin und forderte die Erzieherinnen auf, die Eltern, wenn sie ihr Kind im Kindergarten abliefern oder abholen, darauf hinzuweisen, denn allein schon bei einem Aufprall von nur 15 Stundenkilometern könne ein Kind dies ungesichert unverletzt nicht überstehen und sich nicht mit den Händen abstützen: “Oder sind sie in der Lage, zehn Zentner zu stemmen?. Das wäre Weltrekord”, sagte Fuchs. Über den richtigen Kauf (TÜV-geprüft), den Einbau, die Pflege und die Anwendung wurden die Erzieherinnen eingehend informiert, wobei die richtigen “Kinder-Rückhalte-Systeme” auch entsprechend des Alters und des Gewichts des Kindes erläutert wurden.

 

Von der Kreisverkehrswacht Coburg bedankte sich die 2. Vorsitzende Monika Franz (re.)
bei den 545 Sponsoren aus Coburg Stadt und Landkreis, die es ermöglichten, 4500 Malbücher
zu finanzieren, die allen Kindertagesstätten überreicht wurden. Im Beisein des stellver-
tretenden Vorsitzenden der Landesverkehrswacht, Günter Fuchs (li.), wurden symbolisch
zwei Exemplare übergeben an Constanze Lessing-Wiesner vom Kindergarten Gauerstadt
und an Ulrike Oetter vom Kindergarten Cortendorf.

 

Ein weiteres Thema, stets mit mannigfachen Gefahren verbunden, war das Fahrrad. Eine große Unsicherheit seien dabei die Fahrradanhänger, die Fuchs mit einem Fragezeichen versah, da die Kinder die Knautschzone bilden. Fuchs empfahl nur gute und verkehrssichere Anhänger anzuschaffen. Auch ein Fahrrad-Schutzhelm sei ein Muss
für Kinder, denn australische Unfallanalysen hätten ergeben, dass 95 Prozent der an Kopfverletzungen gestorbenen Radfahrer mit einem Schutzhelm überlebt hätten. Helme sollten das TÜV-Prüfzeichen aufweisen.
Allein sechs wichtige Tipps hatte Fuchs parat für Eltern, die Kinder auf dem Fahrrad mitnehmen. So sollten die Sitze nicht am Lenker angebracht werden und rutschsichere Fußstützen vorhanden sein und beides an Körpermaße angepasst sein. Untermalt wurde der Vortrag durch zwei Filme, die auf das richtige Sichern von Kindern in Autos und über die Schutzfunktion des Fahrradhelmes hinwiesen.

Fortbildung für Fachpersonal

Auch wurde dem pädagogischen Fachpersonal der Kindertagesstätten eine kostenlose Fortbildung durch fachkundige Referenten zu den Themen Psychologie, Recht und Praxis angeboten. In diesem Zusammenhang lobte der stellvertretende Vorsitzende der Landesverkehrswacht Bayern das hohe Engagement der Kreisverkehrswacht Coburg im Verkehrsbereich.
 
545 Sponsoren aus Coburg Stand und Landkreis
ermöglichten die Finanzierung von 4500 Malbüchern.
 
 
Quelle Text und Bild: “Neue Presse” Coburg vom 10.12.03